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FTM-Raubfischexperte Veit Wilde experimentiert gerne mit Lockstoffen beim Aalangeln. Unserem FTM Trout Kadaver-Lockstoff, der eigentlich zum Forellenangeln entwickelt wurde, bescheinigt er eine exzellente Wirkung auf die Schlängler. 

Obwohl ich begeisterter Spinnfischer bin, lasse ich mir den einen oder anderen Ansitz auf Aale nicht entgehen. Aalangeln ist für mich sehr entspannend - gerade an den nun immer wärmer werdenden Abenden.

Am liebsten beangle ich diesen faszinierenden Fisch im Fluss. Meine Lieblingsgewässer sind die Elbe und die Saale. Ich fische dort mit klassischen Grundruten und einer Laufbleimontage, die relativ einfach gestaltet ist.

Auf die Hauptschnur wird ein Anti-Tangle-Röhrchen aufgezogen, in dessen Karabiner das Blei eingehängt wird. Es folgt eine Gummiperle als Knotenschutz und ein Wirbel mit Karabiner, in den ich das Vorfach einhänge.

Im Fluss darf die Schnur ruhig etwas dicker ausfallen. Ich habe besonders gute Erfahrungen mit unserer Tubertini Power Carbon in der Stärke 0,33 mm gemacht. Sie hat eine hohe Tragkraft und ist vor allem sehr abriebfest, was beim Angeln an Steinpackungen sehr wichtig ist. Gerade zum Saisonbeginn verstecken sich die Aale gerne in solchen Hindernissen, weshalb ich meinen Köder dann auch in deren Nähe anbiete. Im Sommer, wenn die Aale stärker umherziehen, kann man auch direkt im Hauptstrom gut fangen.

Der beste Bissanzeiger für die Flussangelei ist und bleibt für mich die klassische Aalglocke. Sie ist sensibel, günstig und zeigt mir auch kurze Zupfer zuverlässig an, vor allem wenn sie mit einem Knicklicht kombiniert ist. Das Läuten der Aalglocke gehört für mich zu dieser Angelart absolut dazu. 

Auch bei der Köderwahl habe ich einen klaren Favoriten im Fluss, nämlich den guten alten Tauwurm. Als Mitarbeiter von FTM, also Deutschlands größtem Naturköderhändler, sitze ich dabei natürlich an der Quelle. Jedoch habe ich im Fluss mit Köderfisch auch immer nur sporadisch Aale gefangen, der Tauwurm war hier stets überlegen. Den Tauwurm ziehe ich beim Aalangeln gerne per Ködernadel auf das Vorfach. So ist er unempfindlicher gegen Weitwürfe und Fehlbisse. Wichtig: Der Köder sollte immer frisch sein. Darum wechsle ich ihn im 30 Minuten-Intervall, auch wenn es in dieser Zeit keinen Biss gegeben hat. 

Große Experimente mache ich nur bei Thema Lockstoffe. Zusammen mit Angelfreunden habe ich in den letzten Jahren zweifelsfrei feststellen können, dass man damit seine Aalfänge verbessern kann. Zumindest dann, wenn der richtige Lockstoff im Einsatz ist. Es gibt leider auch Lockstoffe, mit denen man Aale regelrecht verscheucht. Testen ist also angesagt. Bei meinen ersten Aalansitzen in diesem Jahr habe ich den FTM New Generation Trout-Lockstoff in der Geruchsrichtung "Kadaver" ausprobiert. Dieser ist eigentlich von meinem Kollegen Michael Kahlstadt für die Forellenangelei entwickelt wurden. Es hat sich bei meinen Versuchen jedoch rausgestellt, dass das wirklich übel stinkende "Zeug" auch Aale sehr gut anspricht. Die Zahl der Bisse nahm deutlich zu, wenn ein bis zwei Tropfen kurz vor dem Auswurf auf den Köder geträufelt wurden. Probieren Sie es unbedingt mal aus!

 

Ich wünsche Ihnen viele Aalbisse und schöne Sommerabende am Wasser!

Ihr Veit Wilde